Obertürkheimer Markt

Der Bereich, der von der Göppinger und Augsburger sowie der Wittenbergstraße umschlossen ist, wurde in den 1980er Jahren völlig neu bebaut, bis auf eine Ausnahme (Alte Mühle). Dieser Neubebauung, der einige Jahre eine mitunter heftige Auseinandersetzung um den Erhalt des alten Baubestandes vorausgegangen war, mussten zahlreiche Häuser weichen. Darunter befanden sich Einzelhandelsgeschäfte, Wohnhäuser, eine Wirtschaft mit großem Saal, in dem in der Nachkriegszeit verschiedentlich Bürgerversammlungen abgehalten wurden und einige Freiflächen, wie z. B. Hinterhöfe.

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Villa Kayser Obertürkheim

In einem ehemals zur Uhlbacher Strasse 1 gehörenden großen Gartengelände ließ 1907 der Holzhändler Kayser eine Villa erstellen, die von einem kleinen Park umgeben war. Der Ortsarchitekt Heinrich Maas bediente sich in moderater Weise der Formensprache des Jugendstils, was insbesondere an den beiden zur Uhlbacher Straße gerichteten Giebeln erkennbar ist.

Die oft zu hörende Geschichte, dass Robert Bosch, ein Freund Eugen Kaysers, Sohn des Erbauers der Villa, in dieser Villa seine erste Frau Anna Kayser kennenlernte, trifft nicht zu, denn Robert Bosch lernte Anna bereits zwei Jahrzehnte früher kennen, heiratete am 10.10.1887 und erhielt seine Kinder Margarete, Paula und Robert in den Jahren 1888, 1889 und 1891.

Die Villa Kayser ist eine von vielen Villen oder villenähnlichen Bauten, die im Ort und insbesondere entlang der Uhlbacher Straße seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert errichtet wurden. Die Gemeinde Obertürkheim war aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung zu einem Ort geworden, an dem sich zum einen reiche Bürger aus Stuttgart niederließen und zum anderen die ortsansässigen Unternehmer ein repräsentatives Haus errichten ließen.

Die Villa fiel in Gemeindebesitz, wurde aber nach der Renovierung 1987 durch die Stadt Stuttgart wieder an privat veräußert.

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Ehem. Post Obertürkheim

Die Bauten, die Baurat/Oberbaurat Martin Mayer entworfen hat, sind entsprechend ihrer Bauaufgabe sachlich gestaltet und weisen auf technische Funktionen hin. So ist der Bahnhof in Bad Cannstatt, 1915 eröffnet, in klaren kubischen Formen gegliedert: Die große Eingangshalle, die zu den Bahnsteigen führt, ist nach außen schlicht gestaltet durch ein breit angelegtes Entree über dem sich drei große Fensterflächen erheben, die den hohen Innenraum mit Tageslicht versorgen; die beiden Seitenflügel sind etwas zurückgelegt und nieder gehalten. Insgesamt wirkt der Bau sehr repräsentativ.

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Schultheißen-Wohnhaus

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Das als Schultheißen-Wohnhaus bezeichnete Gebäude liegt an bedeutender Stelle in unmittelbarer Nachbarschaft zum alten Rathaus. Es stammt in seinen ältesten Teilen aus dem 16. Jahrhundert und war zu jener Zeit aufgrund seiner Größe eines der bedeutenderen Häuser im Ort. Seit mehreren Generationen befindet es sich im Besitz der Weingärtnerfamilie Ruoff, die im Haus seit 1961 einen Besen betreibt.

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