Friedhof Uhlbach

Der Friedhof des Stadtteils Uhlbach erstreckt sich südlich und östlich der Andreaskirche. Ursprünglich war nur das Gelände bei der Kirche als Friedhof genutzt; eine erste Erweiterung war aber nötig geworden, nachdem 1576 die Pest in Uhlbach grassierte. Noch im 18. Jahrhundert war der Friedhof in dieser Größe belassen, wie ein Lageplan im Hauptstaatsarchiv Stuttgart zeigt. Der Uhlbach verlief südlich des ummauerten Friedhofs. Mit der Vergrößerung der Friedhofsfläche im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Uhlbach verdolt und die Friedhofserweiterung in den Riedwiesen wurden parkartig gestaltet.

P1010368 miniBemerkenswert ist das Grabmal Wilhelm von Ludwigs, Leibarzt König Wilhelms I. von Württemberg. Ludwig stammte aus Uhlbach und war Pfarrerssohn; er war Teilnehmer am Russlandfeldzug Napoleons und wirkte nach seiner Rückkehr als Arzt. Seine Stellung als Leibarzt des Königs brachte ihm neben hoher Reputation finanziellen Gewinn. Sein Geld stiftete er u. a. für den Bau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Ludwigspitals Charlottenhilfe gegenüber des Diakonissenkrankenhauses in Stuttgart. Das Grabmal ist nach dem Entwurf des bedeutenden Bibelillustrators und Malers Julius Schnorr von Carolsfeld gefertigt.

P1010358 miniP1010369 miniDie nicht zugängliche Privatgrablege der Familie Benger-Doerthenbach ist künstlerisch besonders gestaltet durch ein Denkmal, das geschaffen wurde von dem damals sehr gefragten Bildhauer Adolf Donndorf, der auch für das württembergische Königshaus arbeitete.

P1010365 miniVon dessen Sohn Karl August Donndorf stammt das Kriegerdenkmal vor der Westseite der Andreaskirche.

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